Bodmin - Trevethy Quoit - Bodmin

Mit dem heutigen Sonntag beginnt meine letzte Reisewoche und ich ließ es etwas gemütlicher angehen. Also ein späteres Frühstück mit Lachs und Rührei an Croissant, dann nochmal ein Zwangspäuschen, bis der morgendliche kurze Schauer vorübergezogen war, und dann ging es gegen 12:30 Uhr los auf die Runde durch das Bodmin Moor.

Mein erstes Ziel war der Dozmary Pool in nur wenigen Fahrminuten vom Jamaica Inn entfernt, ein kleiner lauschiger See in grüner welliger Landschaft. Das Wetter war gemischt: Immer mal wieder kam die Sonne durch die Wolken hervor und zauberte goldene Schimmer über die Landschaft.

Ein Stückchen weiter folgten die Golitha Falls, kleine Wasserfälle in einem Naturreservat, gespeist vom River Fowey. Am Parkplatz vor Beginn des dreiviertelstündigen Fußweges dorthin war schon einiges los; es war Mittagessenszeit. Den Marsch bis zu den Fällen ersparte ich mir, genoss lediglich das Flüsschen, in dem unter einer alten Brücke Kinder badeten.

The Hurlers, wiederum nur ein paar Minuten durch die abwechslungsreiche Landschaft entfernt, sind drei Steinkreise auf weitläufigem Feld. Schafe und Pferde weideten dort, und Touristen stolperten über die Wiesen, den Hinterlassenschaften der Tiere ausweichend.

Der letzte Punkt meiner kleinen Rundfahrt war dann Trevethy Quoit, wahrscheinlich ein Grab aus dem Neolithikum, bestehend aus fünf riesengroßen Steinen. Sehr beeindruckend, aber auch sehr einsam am Rande eines Weilers stehend.

Auf der Rückfahrt zum Jamaica Inn und nach einer kurzen Tankpause machte ich noch einen ungeplanten Abstecher zum Siblyback Lake. Das Hinweisschild hatte ich am Straßenrand entdeckt, und weil es auch mit einem Café warb fuhr ich hin. Gute Entscheidung! Nach knapp zwei Kilometern über ein winziges Sträßchen erreichte ich den See, genehmigte mir einen Black Chocolate Cake und einen Cappuccino am Seeufer sitzend, in die Landschaft starrend. Sehr entspannend, das. Und ein schönes Ende meines kurzen Zuges durch die Gemeinde.

Das 8oz Flat Iron Steak mit Pommes und Salat zum Abendessen war erstaunlich ordentlich. Dazu gab es jedoch nur ein lokales Bier für 6,50 €, weil ein mittelprächtiger Rotwein dazu 16 € das Glas gekostet hätte. Da hört’s bei mir dann auf. Lustigerweise kalkuliert man hier drei 250 ml Gläser Wein für weniger Geld als eine 750 ml Flasche. Ob’s jemand merkt?

Fazit des Tages: Die Entspannung und Erholung taten gut. Es ist kühl geworden, aber weitestgehend trocken. Das Türschloss an meinem Hotelzimmer geht „richtig herum“ auf und zu. Und nach den Zwischenfällen mit meinem Motorrad lausche ich bei der Fahrt unruhig jedweden merkwürdigen Geräusches. So wirklich beruhigt bin ich leider immer noch nicht.

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