Wick
Heute ist ja kein Reise-, sondern ein immobiler Tag, an dem ich am selben Ort wie gestern bin: Farr North Lodge in Wick an der Nordostküste Schottlands. Bei bedecktem Himmel begann der Tag mit 7°C, und da kam es mir zupass, dass ich nicht fahren musste. Immerhin klarte es später auf, die Temperatur in der Sonne stieg auf knapp über zehn Grad, aber im Schatten und bei leichtem Wind war es nicht wirklich muckelig. Gestern war ja schon die erste Woche meiner Reise vorbei. Also den Tag ganz gemütlich begonnen und am Ende des Tages grob zusammengefasst.
Beim Rundgang durch Wick ein Blick über den Sportboothafen und auch über das gegenüberliegende Hafengebiet. Die Stadt selbst ist nicht nur grau, das sei hier mal festgehalten. Es gibt auch bunte Fleckchen, z.B. in Form eines überdimensionalen Ostereis.
Nach dem „All Day Breakfast“ in Wickers World (es hielt bei mir wirklich all day vor) wollte ich eigentlich das mir sehr ans Herz gelegte Wick Heritage Museum besuchen, das wohl von zwei herzigen älteren Damen betreut wird. Aber leider war auch dieses geschlossen. Ob nur heute oder zur Zeit noch konnte ich nicht herausfinden. Wie bereits gestern gesagt gibt es viele französische Einflüsse oder gar Verbindungen; in diesem Fall das „Bord de l‘Eau Restaurant“. Auch eine Kuriosität: das No 1 Bistro, Ebenezer Place. Das ist die wohl kürzeste Straße der Welt (von mir geschätzte dreieinhalb Meter) und sie hat nur diese eine Hausnummer.
Bei meiner Wanderung durch Wicks Straßen entdeckte ich auch einen Altmetallhändler. Die aufwändig verzierte und geschnitzte hölzerne Eingangstür zu seinem Reich sollte wohl den Eindruck der Seriosität vermitteln, mutmaßte ich. Auf jeden Fall ein krasser Gegensatz zum sonstigen Gemäuer; von der Gegend ganz zu schweigen. „The Old Pulteney“, Wicks Whisky-Destille, kommt in der doch eher schrägen Nachbarschaft des Altmetallhändlers eher unscheinbar daher. Der maritime Whisky soll allerdings besonders ein; aber das sagen sie ja alle.
Ebenfalls unscheinbar sind die Überreste des „Castle of Old Wick“, jedoch ist es wunderschön auf den Klippen gelegen und hatte zu seiner Blütezeit sicher einen wundervollen Blick auf Land und Meer. Wobei es fraglich ist, ob die seinerzeitigen Bewohner diesen genauso geschätzt haben wie wir heute.