Thallichtenberg - Gau-Algesheim
Es wird Zeit, dass ich nach Hause komme. Die Nacht war grauenvoll: Jede Stunde hellwach und zwischendrin unruhiger Halbschlaf. Entsprechend gerädert war ich heute Morgen. Ob es an der vom Hotel angepriesenen Matratze lag? Die nämlich sollte angeblich der letzte Schrei in Sachen Schlafkomfort sein, sogar deren Härte konnte man elektrisch einstellen.
Zu meinem halbwachen Zustand passte das Wetter. Es war grau in allen Schattierungen, die Wolken hingen tief über den Hügeln und in den Tälern, es war nass. Zum Glück hatte ich ja nur noch rund 120 Kilometer zu fahren, aber die waren unangenehm. Zwar regnete es nicht wirklich, aber durch den sehr feuchten Dunst musste ich permanent mein Visier freiwischen, weil sich tausende kleiner Tröpfchen darauf niedergelassen hatten.
In Idar-Oberstein dann ein paar Sonnenstrahlen, aber auch die nicht von langer Dauer. Weiter ging’s durch Kälte und Nässe. Fotos von der Fahrt gibt es keine, weil die Gegend erstens bekannt ist und sich zweitens kein schöner Stopp anbot.
Um die Mittagszeit lief ich dann im Bangert ein; leider waren weder Friderike noch ihr Hund zu sehen. Später erfuhr ich, dass das Tracking meiner Position dieses Mal bei ihr nicht funktionierte. Schade.
Fazit des Tages: Eine kurze Strecke bis nach Hause, und ich war froh, dass sie nicht länger war. Auch zum Schluss meiner Fahrt viel Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen. Von wegen goldener Oktober.
Fazit der Fahrt: Alles in allem waren die viereinhalb Wochen doch sehr anstrengend; das merke ich jetzt, wo ich zuhause bin und die Anspannung abfällt. Ein paar Tage Erholung werden mir gut tun. Die nächsten Fahrten sollten kürzer ausfallen, so ich weitere plane. Knapp viereinhalbtausend Kilometer sind nicht von Pappe, wobei der Griechenlandtrip letztes Jahr noch viel länger war. Sollte ich mal wieder im Spätsommer/Frühherbst mit dem Motorrad verreisen, dann sehe ich zu, dass ich noch im September wieder zurück bin.