Contres
Heute war noch ein Ruhetag im Manoir de Contres. Erholen und ausspannen vor den letzten Etappen der Heimfahrt war angesagt.
Das Frühstück nahm ich am großen Tisch im Esszimmer zusammen mit einem französischen Ehepaar, den einzigen anderen Gästen, sowie den Gastgebern ein. Wir unterhielten uns angeregt dabei, der französische Gast hatte viel zu erzählen über die Produktion von Eiern und anderen landwirtschaftlichen Produkten in Frankreich. Ganz offenbar erzählte er aus dem Nähkästchen seiner ehemaligen beruflichen Tätigkeit. Nachdem sie gegangen waren sprach ich noch ein wenig mit den Gastgebern (auf Deutsch) über Moritz, seine Familie sowie ihre Pläne, das Manoir zu verkaufen und nach Berlin zu ziehen, wo offenbar alle ihre vier Kinder mit Familie leben.
Nach dem Frühstück machte ich einen kleinen Spaziergang, u.a. über den Wochenmarkt in Contres, wo von Austern bis zu Büstenhaltern so ziemlich alles feilgeboten wurde, was das Herz der Landbevölkerung begehrt. Später wollte ich ein schmales Mittagessen in der Crêperie von gestern zu mir nehmen, allerdings hatte sie heute nicht geschlossen, sondern ein Schild „Complet“ hing an der Tür. Also wieder nichts. Dafür gab es eine Pizza um die Ecke bei dem dritten auf der Liste der Orsennes stehenden Restaurant. Wobei in diesem Fall Restaurant etwas übertrieben ist, denn die Atmosphäre war doch eher wie in einem Schnellimbiss. Aber gut.
Eine Sieste war angesagt, zumal es mittlerweile heftig zu regnen begonnen hatte. Danach ein wenig lesen – und schon war es Zeit für das Abendessen. Wie gestern angekündigt war heute Fisch-Tag, und ich war auch diesmal mehr als zufrieden. Die Komposition des Desserts am Tisch war mir gestern schon positiv aufgefallen; auf meine anfangs gestellte Frage, ob es stören würde, wenn ich die Präsentation aufzeichne, antwortete mir die Dame des Hauses mit „Mais non, pas du tout.“. Also gibt’s noch ein Video zum Neidischmachen. Ist allerdings nichts für Diabetiker.
Fazit des Tages: Es war gemütlich und entspannend. Der Regen wird leider morgen wohl noch etwas stärker, aber ich will und muss ja fahren. Hilft also nix. Die „Botte d’Asperges“ ist ein echter Tipp und ich habe die beiden Abende hier frei nach dem Motto verbracht: „Y’a pas d’mal à s’faire du bien“.