Kirch­berg an der Jagst - Gau-Alges­heim

Der letzte Tag meiner Reise führte mich zunächst durch die Kreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe. Dort wird dieser unverständliche Dialekt zwischen der niederbayrischen und der deutschen Sprache gesprochen. Welliges Land, kurvige Straßen und bewindräderte Felder ziehen sich kilometerweit.

Nach den schlechten Erfahrungen der Hinfahrt bezüglich des Odenwaldes wählte ich heute die Südroute durch den Kreis Neckar-Odenwald und teilweise entlang der Deutschen Limes-Straße. Das war viel schöner. Auch weil die Straße stellenweise dem Lauf des Neckar folgte. Über Highdelberg und durch den Rhein-Neckar-Kreis Richtung Mannheim. Da wurde es schon wieder weniger nett, weil industrieller.

Die Rheinbrücke bei Worms war nochmal schön anzusehen, aber dann wurde es eklig. Die B9 war gesperrt und der gesamte Durchgangsverkehr wurde durch das Hafengebiet umgeleitet. Das waren mehrere Kilometer im Schritttempo bei hohen Temperaturen, viel Staub und Dreck sowie reichlich Abgasen. Als es dann endlich wieder freie Fahrt gab hatte die schweizer Ampelschaltung etwas gegen zügiges Vorankommen. Egal wie langsam oder wie schnell man fuhr, die folgende Ampel schaltete zuverlässig auf rot, sobald sich die Fahrzeuge näherten. Das ging so über 15 Kilometer, das entspricht in etwa 15 Ampeln, dann bog ich nach links ab aufs dicke Land mit holprigen kleinen Straßen.

Sogleich roch es nach Zwiebeln und frisch gedüngten Feldern. Eine olfaktorische Sensation. Zunächst durch nordpfälzer Felder, dann durch rheinhessische Weinberge strebte ich nun zügig meiner Heimstatt entgegen.

Überraschung: Als ich in unsere Straße einbog, standen Friderike und Micki bereit, um meine Ankunft zu dokumentieren.

Schön, wieder hier zu sein.

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